Vereinszeitschrift „Der Märker“

Im „Märker“ finden Mitglieder wichtige Termine und Berichte über interessante Fahrten, Veranstaltungen und andere Ereignisse. Auch die Übersicht, wer wann Aufsichts- oder Ordnungsdienst hat, befindet sich im „Märker“.

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Auszug aus dem aktuellen „Märker“, Ausgabe 2/2018.


Vorwort

Liebe Märkerinnen und Märker,

mit unserem Anrudern Ende März beginnt auch wieder eine neue Rudersaison, wenngleich viele unserer Aktivitäten seit mehreren Jahren feste Bestandteile unseres Kalenders sind. Diverse Ruderkurse, Monatsfahrten, Wanderfahrten laden zum Mitmachen ein. Mal stundenweise vom MR-Bootshaus startend, mal mehrtägig im Umland oder auch weiter entfernt. Sicherlich ist wieder für jeden etwas dabei. Gemeinsam ist allen Veranstaltungen, dass Qualität und Quantität stets von der Unterstützung und Mitarbeit vieler Hände abhängig sind.

So wie der Erfolg einer Tagestour ebenso von der durchdachten Planung des Fahrtenleiters geprägt ist, wie der einer mehrtägigen Wanderfahrt, so ist aber auch eine Vielzahl an verschiedenen Angeboten entscheidend für eine ansprechende Wahlmöglichkeit unserer Vereinsmitglieder. Unsere alten Hasen verfügen ohne Zweifel über den großen Schatz der Erfahrung, beispielsweise bzgl. der Organisation von Ruderfahrten und anderer Veranstaltungen. Die jüngeren Vereinsmitglieder hingegen bringen sicherlich ein gewisses Potenzial an Innovativität und Flexibilität mit. Beide Gruppen können sich also gut ergänzen.

Je mehr Mitglieder sich bereit erklären, Angebote zu organisieren und Verantwortung zu übernehmen, desto vielfältiger wird das Angebot. Die Monatsfahrten bieten dazu einen guten Einstieg. Eine Tagestour auf unseren Hausgewässern eignet sich zum Sammeln erster Fahrtenleiter-Erfahrungen. Traut Euch! Die Unterstützung unserer erfahrenen Fahrtenleiter ist euch gewiss. In diesem Sinne freue ich mich auf eine abwechslungsreiche Rudersaison 2018.

Eure
Angela


Knoten schlagen, leicht gemacht!

Zu diesem tollen Motto kamen am 21.01.18 ab 16 Uhr ca. 40 interessierte Märkerinnen und Märker im Clubraum zusammen.

Erstaunlich, aber wahr, es war die erste Veranstaltung des MR zu diesem wichtigem Thema. Einige Ruderkameraden hatten sich gut vorbereitet, um ihr Wissen weiterzugeben. Auch der Clubraum war für diesen Anlass umgestaltet worden, so dass alle genügend Seile und Platz zum Knotenüben hatten, denn Theorie nützt bei diesem Thema wenig. Nur der Selbstversuch bringt es!

Am Anfang erläuterte uns Sabine Jaenike sehr anschaulich die wichtigsten Grundbegriffe. Als Seglerin sind ihr die Fachbegriffe und die verschiedenen Knoten sehr vertraut. Schon beim ersten Knoten, dem einfachen Achterknoten, den uns Ruth Lößer Schritt für Schritt gut erklärte, bemerkte ich, dass mir die Umsetzung nur mit Hilfestellung gelang. Glücklicherweise gab es viele hilfsbereite Ansprechpartner an diesem Nachmittag, so dass ich wenigstens mit jedem Knoten einmal Erfolg hatte.

Von Harte S., Jochen S., Dirk L. und Daniel K. wurden uns der Kreuzknoten, der halbe Schlag, Anderthalb Rundtörn mit zwei halben Schlägen, der Webeleinenstek und der Palstek anschaulich erklärt und immer und immer wieder vorgeführt. Ganz am Schluss kamen auch noch die Luftmaschen vom Häkeln zur Sprache, die ebenfalls zum Festmachen des Bootes taugen.

Gemerkt habe ich mir als Knoten- Einmaleins: Der Achterknoten ist der einfachste Stopperknoten, um ein Seilende zu verdicken. Zum Verbinden zweier Seile eignet sich der Kreuzknoten. Mit dem Palstek bildet man eine Schlinge, die sich nicht verändert. Damit kann man zum Beispiel das Boot an einem Poller festmachen. Der ideale Knoten zum Boote befestigen ist der Webeleinenstek. Der einfachste Knoten zu diesem Zweck ist allerdings der Anderhalb Rundtörn mit zwei halben Schlägen. Diesen Knoten habe ich nach dem Nachmittag sicher beherrscht und bin damit meinem Vorhaben, ein Boot selbständig sicher festzumachen, einen Schritt näher gekommen. Das ist mein Lieblingsknoten, auch wenn ich ihn nach der Winterpause im Echtbetrieb weiterhin üben werde.

Als Lernhilfe können alle Knotenanleitungen nachgelesen werden (siehe E-Mail von Petra HW vom 24.01.18). Wie bei den Märkern üblich, kam auch das gemütliche Beisammensein an diesem Nachmittag nicht zu kurz. Bei selbstgemachten Salaten, Bouletten und mitgebrachten Leckereien ließen wir es uns schmecken. Seemannsgarn hat keiner zum Besten gegeben, dafür haben wir einige Seemannslieder erklingen lassen. Vielen Dank an die Organisatoren für diese gelungene Veranstaltung.

Sabine


Alle Jahre wieder…

Es war mal wieder so weit. Die Wanderruderpreisverleihung des Landesruderverbandes stand an. Ausrichter war in diesem Jahr der ESV Schmöckwitz. Schon vor Wochen hatte ich mich mit Freunden vom Friedrichshagener RV verabredet: 15-km- Direktweg nach Schmöckwitz, also meine erste 30 km-Tour 2018. Ein guter Vorsatz, den wir aber ohne Absprache mit den Temperaturverantwortlichen der letzten Wochen getroffen hatten. Wassertechnisch lag Friedrichshagen noch im Winterschlaf und musste somit als Startpunkt gecancelt werden und auch die Stege des ESV Schmöckwitz waren noch von dickem Eis umgeben. Aber Ruderer sind ja bekanntlich flexibel, wir planten einfach um und trafen uns am Sonntag, dem 11.3.2018, um 9 Uhr beim RC NARVA Oberspree.

Blauer Himmel, Sonnenschein, Frühlingstemperaturen! Irgendwie war ich doch froh, mich um 7 Uhr aus dem Bett gequält zu haben. Mit drei Vierern gingen wir zügig aufs Wasser. Unsere Frauschaft hatte es besonders eilig, da Michaela (FRV) als zu Ehrende und ich von Amts wegen unbedingt pünktlich vor Ort sein wollten. Bugund Steuerfrau mussten sehr wachsam sein, da ab Köpenick vor vereinzelten Eisschollen gewarnt wurde. Dem war dann auch so! Also wurde streckenweise mit halber und sogar ohne Kraft gerudert! Am Zielturm der Regattastrecke begegnete uns ein Vierer vom RC Turbine Grünau, der uns noch einmal bestätigte, dass an der Bammelecke kein Durchkommen sei. Deshalb legten wir bei der RG Grünau an. Hier hatte Gerd (NARVA) schon die Stege soweit vom Eis befreit, dass wir mit unseren Vierern dort sicher anlegen konnten.

Weiter ging es nun mit der Straßenbahn Richtung Schmöckwitz und die letzten Meter zu Fuß. Beim ESV angekommen, gönnten wir uns zunächst einen Blick auf die Stege. Meine Frauschaft tankte noch ein wenig Sonne, während ich in ein anderes Outfit schlüpfte.

Inzwischen hatte sich der große Saal beim ESV schon gut gefüllt. Die Schmöckwitzer hatten bereits am Samstag den Saal dekoriert. Fürs leibliche Wohl war auch ausreichend gesorgt mit belegten Brötchen, Kartoffel- und Hirtensuppe sowie diversen Kuchen. Die Medaillen lagen schon in Reih und Glied auf weißem Tuch und auch der Blaue Wimpel wartete auf den neuen (oder alten) Besitzer. Gabriela Brahm und Ingrid Ehwalt (beide im Team Breitensport / Wanderrudern vom LRV) hatten alles gut vorbereitet. Und so konnte es auch pünktlich um 12 Uhr losgehen. Der kurzen Begrüßung durch Gabriela Brahm folgte Hartmut Braune, Vorsitzender der Ruderabteilung des ESV, der wiederum die Anwesenden herzlich Willkommen hieß. Anschließend war es meine Aufgabe, in wenigen Sätzen die aktuell wichtigsten Belange unserer Sportstätte Wasser zu übermitteln: Naturschutzgebiete, Hochwasserschutz, Schleusensperrung, Stadtdurchfahrt. Nun ging es aber endlich ans Verteilen der begehrten Radattelchen. Erstmals für das Motiv verantwortlich war Ludwig M. vom SV Energie Berlin. Er nutzte die Veranstaltung gleich und forderte alle Wanderruderer auf, Ideen für Medaillen-Motive an ihn weiterzuleiten.

Sebastian Müller, Vorsitzender der Berliner Ruderjugend, ehrte zunächst die jüngeren Jahrgänge. Unterstützt wurde er dabei von Christopher Braune, Beisitzer in der Berliner Ruderjugend. Die Erwachsenen wurden von Gabi Brahm geehrt, Ingrid Ehwalt und ich überreichten die entsprechenden Medaillen. Schade, dass auch in diesem Jahr einige Preisträger nicht anwesend waren. Leider auch Barbara D. vom MR, die in ihrer Altersgruppe den 3. Platz erruderte, sich aber im Vorfeld entschuldigt hatte.

Nun folgte noch die Vergabe des Blauen Wimpels. Gabi Brahm lüftete unter Beifall aller das Geheimnis der drei Erstplatzierten. Die RU Arkona konnte in diesem Jahr den dritten Platz belegen, der SRC Friesen den zweiten. Den ersten Platz und damit verbunden die Möglichkeit, die kleinen blauen Wimpel für ein Jahr an die Flaggenstöcke anzubringen, sicherte sich zum wiederholten Male Pro Sport Berlin 24. Herzliche Glückwünsche!

Nach und nach leerte sich der große Saal. Wir verweilten noch für 1-2 Kaltgetränke im Freien, bevor wir uns auf den Weg zur RG Grünau machten. Auch hier genossen wir noch reichlich die Sonne, bis wir in unser Boot stiegen und zum RCNO zurück ruderten.

Die nächste Preisverleihung findet am 10. März 2019 beim SRC Friesen statt. Dann kann sicherlich wieder vom MR-Bootshaus dorthin gerudert werden, wenn nicht …

Angela