Vereinszeitschrift „Der Märker“

Im „Märker“ finden Mitglieder wichtige Termine und Berichte über interessante Fahrten, Veranstaltungen und andere Ereignisse. Auch die Übersicht, wer wann Aufsichts- oder Ordnungsdienst hat, befindet sich im „Märker“.

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Auszug aus dem aktuellen „Märker“, Ausgabe 3/2017.


Vorwort

Liebe Märkerinnen und Märker,

in jeder Gemeinschaft kennt man die Vier: Jeder, Jemand, Irgendwer und Niemand. Es sind oft nur kleine Dinge, die mit ein wenig Zeiteinsatz unser aller Vereinsleben etwas erleichtern würden. Die Krümel mal sofort vom Tisch entfernen, die hässlichen Kaffeeflecken gleich wegwischen, Restwasser nicht im Wasserkocher lassen, Kaffeekannen sofort gründlich reinigen, damit sich kein hartnäckiger Bodensatz bildet, seltene Geschirrteile aus der Spülmaschine nicht einfach zwischen die Kochtöpfe stecken, vielleicht doch mal auf der Leiter in die Schränke schauen, wo die Teile hingehören könnten. Zigarettenstummel nicht in den Aschenbechern lassen, in den vorgesehenen Abfall entleeren, damit bei Regen der leckere Sud später nicht mühevoll entfernt und alles mit Aufwand gereinigt werden muss.

Jeder war sich sicher, dass Jemand es tun würde. Irgendwer hätte es tun können aber Niemand tat es. Jemand wurde deshalb sehr ärgerlich, da es Jeder´s Arbeit war. Jeder dachte, dass Irgendwer es tun könnte, aber Niemand erkannte, dass Jeder es nicht tun würde.

Unsere Aufgabenträger für Haus, Gelände und Boote tun das Beste, uns unser Umfeld ein wenig schöner zu gestalten und Instand zu halten, in die Jahre gekommene Dinge zu erneuern, damit sich alle rundum wohlfühlen können.

Ein wenig mehr Verantwortungsgefühl und Achtsamkeit im Alltagsleben wären doch wünschenswert und sind leicht zu erfüllen.

Ich wünsche Euch allen einen sonnigen Herbst mit vielen, schönen Ausfahrten, netten Zusammenkünften und Plaudereien auf unserer schönen Terrasse.

Petra Schwarzer


Bericht zum 24h Rudern

Samstag, 08.07., 5:30: Boot im Wasser, vollgestopft mit Proviant und Getränken. Glattes Wasser, grauer Himmel. Wir – Karo, Ruth und Daniel – machen uns auf den Weg zum BRC Hevella, wo wir auf die anderen vier Mannschaften stoßen. Noch fünf Minuten bis zum Start. Alle sind gespannt, niemand rührt sich. Dann ist es so weit und das Feld setzt sich in Bewegung zur ersten Runde vorbei an der Pfaueninsel, durch den Sacrow Paretzer Kanal nach Ketzin und zurück über Werder und durch Potsdam. Macht zusammen 79 km, die wir nach knappen neuneinhalb Stunden hinter uns gebracht haben. Jetzt liegen wir noch in der Mitte des Feldes, büßen diese Position aber durch eine etwas ausgedehntere Pause ein. Dafür starten wir dann erholt zu unserer ersten Runde um den Schäferberg.

Wieder bei Hevella zurück, haben wir die Mindestbedingungen für die Medaille erreicht: 115 km. Außerdem erwartet uns das Abendbrot. Wie üblich gibt es Nudeln satt. Wir gönnen uns noch eine Erholungspause und dann geht es wieder auf’s Wasser. Diesmal um die Insel Imchen. Langsam setzt die Dämmerung ein, wir werden für die bisherigen Strapazen mit einem wunderbaren Sonnenuntergang belohnt.

Auf dem Rückweg scheint es dann, als neige sich unsere Teilnahme dem Ende zu. Wir rutschen immer weiter in ein Motivationsloch und es scheint kein Entrinnen zu geben. Wieder bei Hevella angekommen, gönnen wir uns erneut eine Pause und erinnern uns an das Verpflegungspaket von Petra und die darin befindlichen Espresso-Schoko-Drops. Die Packung ist binnen weniger Minuten geleert und wir wagen uns gut aufgeputscht doch nochmal ins Boot. Nun geht es zur Rohrdammbrücke. Wir sind nun plötzlich so energiegeladen, dass wir uns für einen kurzen Abschnitt von etwa 3 km ein etwas blauäugiges Wettrennen mit dem erstplatzierten Boot liefern. Solange, bis sie keine Lust haben und uns mit ein paar kräftigen Schlägen hinter sich lassen. Auf die erste Rohrdammrunde folgt dann noch eine zweite und zum Schluss schaffen wir es noch, dreimal bis zum Gemünd und einmal zur Freybrücke zu fahren.

Am Ende unserer Kräfte beenden wir das Rennen für uns um etwa 5:50 und haben damit so gut es geht die Zeit ausgenutzt. Uns bleiben einige Minuten, die wir ächzend in Sesseln und auf dem Boden verbringen, bis es Frühstück und die Siegerehrung gibt. Wir erfahren, dass wir das Feld mit 175 km solide in der Mitte geteilt haben: 240, 185, 175, 169, 168 km. Insgesamt waren die Abstände deutlich kleiner als sonst. Alle Boote haben quasi bis zur letzten Minute durchgehalten. Nun bleibt uns nur noch die Rückreise zu den Märkern. Also müssen wir ein weiteres Mal ins Boot, aber das Ende ist nah.

Daniel


Kirchbootfahrt

Am Samstag, dem 9.9., gingen wir nun endlich auf große Fahrt mit dem Kirchboot, gemietet vom Ruderclub Friesen. Nach mehreren ungewollten Terminverschiebungen trafen wir uns um 10 Uhr vor dem Gelände des SRC Friesen. Insgesamt waren wir 14 Jugendliche und Wulf, der das Boot steuerte. Danke nochmal dafür. Trotz des schlechten Wetters gingen wir halbwegs gut gelaunt aufs Wasser. Nachdem wir nochmal einen kurzen Stop am Verein gemacht hatten, um Proviant einzupacken, fuhren wir nun an Imchen vorbei (wo es nochmal eine kleine Pause gab) zur Glienicker Brücke.

Auf dem Rückweg machten wir dann eine Picknickpause bei Astoria, wozu jeder was beitrug. Das Wetter hatte sich auch gebessert, sodass wir nun gut gelaunt und mit vollen Kräften in Richtung Friesen zurück fuhren. Um 17:30 Uhr legten wir dort nur leicht verspätet an und verabschiedeten uns dann um 18:30 Uhr. Wir möchten auch nochmal den „Friesen“ dafür danken, dass alles so gut und unkompliziert geklappt hat. Zum Abschluss kann ich sagen, dass es alles in allem ein gelungener Tag war. Außerdem gab es in den Ferien jeden Dienstag ein Skiffrudertraining, das von Wulf organisiert und auch trotz der Ferien sehr gut angenommen wurde. Danke nochmals dafür! Um euch mehr von der Jugendgruppe mitteilen und zeigen zu können, hat der Verein ein Whiteboard, nur für die Jugendgruppe, angeschafft. Dort werdet ihr hauptsächlich Bilder und Kurzinfos sehen. Das Board hängt hinten in der Bootshalle neben der Toilettentür. Wir wünschen allen noch ein schönes
Restjahr.

Philipp